↑ Return to Stadttauben

Qualzucht Tauben

Als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Einschränkung der Bewegung, Einschränkung der Wahrnehmung, Einschränkung der Futteraufnahme ,Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind.

Auf der Seite TaubeDaisy.de habt ihr eine Übersicht über Rassetauben, Überzüchtungen und Qualzuchten. Für den Züchter und Taubenliebhaber eine Freude. Für das Tier eine Qual was an der Perversion der Menschheit sein ganzes Leben leiden wird.

Haustaube

Kurzschnäbligkeit

Definition: Extreme Verkürzung von Ober- und Unterschnabel.
Auftreten: Diverse Rassen.
Genetik: Vermutlich Polygenie.
Symptomatik: Schlupfprobleme durch missgestalteten oder fehlenden Eizahn. Begünstigung von Schnabelmissbildungen. Erschwerte bis keine Futteraufnahme möglich.

Almond

Definition: Mehr oder weniger ausgeprägte vielfarbige Gefiederfärbung.
Auftreten: Bei zahlreichen Haustaubenrassen.
Genetik: Geschlechtsgebunden, vermutlich Z-chromosomal unvollständig dominant.
Symptomatik :Bei homozygoten Tieren prä- und postnatale Todesfälle. Überlebende sind nahezu weiß und zeigen in der Regel hochgradige Schädigungen der Augen. Bei heterozygoten Tieren in Verbindung mit farbverdünnenden Genen herabgesetzte Vitalität und Störungen im Bewegungsablauf.

Dominant-Opal

Definition: Bei heterozygoten Tieren wird die Gefierderfärbung aufgehellt, das Großgefieder ausgebleicht.
Auftreten: Bei zahlreichen Haustaubenrassen.
Genetik: Autosomal unvollständig dominant mit variabler Expressivität. Letalfaktor.
Symptomatik: Überlebende homozygote Tiere zeigen starkes Kopfzittern und erreichen meist nicht die Geschlechtsreife. Heterozygotie scheint keine Defekte zu bewirken.

Unphysiologische Stellung der Intertarsalgelenke

Definition: Gestreckte Intertarsalgelenke.
Auftreten: Charakteristisches Merkmal diverser Rassen.
Genetik: Nicht geklärt.
Symptomatik: Disposition für degenerative Gelenkserkrankungen.

Befiederung der Läufe und Zehen

Definition: Fußbefiederung in zahlreichen Ausprägungsgraden. Größe und Form variieren beträchtlich.
Auftreten: Zahlreiche Haustaubenrassen.
Genetik: Bei starker „Belatschung“ Polygenie der Gene „Grouse“ und „Slipper“. Diese sorgen einzeln für sich nur für eine spärliche Fußbefiederung.
Symptomatik: Stark belatschte Tiere sind vergleichsweise unbeholfen und bei Freiflughaltung witterungsanfällig. Parasitenbefall wird begünstigt. Nestlinge können an den Federn hängen bleiben und aus dem Nest fallen (weshalb deren Eltern vor der Brut die Fußbefederung geschnitten wird). Durch mechanische Beschädigung der Latschenfedern können Blutungen entstehen.

Hypertrophiertes Imponierverhalten

 Kröpfer-Taube
Definition: Übersteigertes Aufblasen des Kropfes mit Luft.
Auftreten: Namensgebendes Merkmal der Kropftaube („Kröpfer“).
Genetik: Nicht geklärt.
Symptomatik: Beeinträchtigte Kropfphysiologie. Disposition zu Kropfwandentzündungen infolge Fehlgärung, Säuerung und Fäulnisbildung des Kropfinhalts.

Hypertrophiertes Wachstum der Schnabelwarzen und Augenringe

 Hypertrophierte Schnabelwarzen und Augenringe bei einer Carriertaube
Definition: Auffällige Veränderung der Nasenwachshaut und der Orbitalringe mit permanenter Größenzunahme.
Auftreten: Besonders ausgeprägt bei „Indianer“ und „Carrier“.
Genetik: Nicht geklärt, sicherlich aber genetisch bedingt.
Symptomatik: Durch die Einschränkung des Gesichtsfeldes bei älteren Tieren können diese das Futter nicht mehr optisch fixieren. Die Wachshautumbildung kann die Atmung einschränken. In den Warzenfalten entstehen Entzündungen. Ältere Tiere sind häufig nicht mehr lebensfähig und müssen getötet werden.

Zitterhalsigkeit

Definition: Ruckartiges Zurückschnellen von Kopf und Hals.
Auftreten: Verschiedene Rassen, bei „Stargarder Zitterhälsen“ im Rassestandard gefordert.
Genetik: Vermutlich autosomal dominant mit unvollständiger Expressivität.
Symptomatik: Die Bewegung ist auffallend starr. Die anatomisch physiologischen Grundlagen der Störung sind nicht geklärt.

Abweichendes Flugverhalten (Flugrollen, Flugpurzeln, Bodenrollen etc.)

Definition: „Rollen“ oder „Purzeln“ beim Balzflug der Felsentaube.
Auftreten: Zahlreiche Rassen.
Genetik: Wahrscheinlich autosomal rezessiv, mit variabler Expressivität durch modifizierende Gene.
Symptomatik: Durch großen Höhenverlust bei den „Rollen“ unter Umständen Aufschlag auf ein Hindernis mit tödlichen Folgen. „Bodenpurzler“-Rassen zeigen das Flugrollen auf dem Boden, da sie nahezu flugunfähig sind.

Federhauben und Federwirbel

Definition: Lokale Federstellungsanomalie im Kopf- und Halsgefieder.
Auftreten: Zahlreiche Rassen.
Genetik: Autosomal rezessiv. Bei Perückentauben vermutlich autosomal dominant.
Symptomatik: Sichtbehinderung durch „Scheitelrosen“ und „Schnabelnelken“.

Lachtaube

Seidenfiedrigkeit

Definition: Es wird keine geschlossene Federfahne ausgebildet, da die Strahlen der zum Teil verdrehten Federäste nicht miteinander verzahnt sind.
Auftreten: Zuchtform der domestizierten Lachtaube.
Genetik: Autosomal unvollständig dominant.
Symptomatik: Deformation der Hakenstrahlen sowie mangelhafte Stabilität und Elastizität der Federstrahle, die sich tendenziell auch noch verdrehen. Die Flugfähigkeit heterozygoter Tiere ist deshalb eingeschränkt, homozygote Tiere sind flugunfähig.

 

 

 


Quelle Wikipedia (28.03.2016)